(2/2) Räumlichkeiten : die Auswahlkriterien

(2/2) Räumlichkeiten : die Auswahlkriterien

  • Ausreichende Stromversorgung: die Lampen, Klimaanlagen und sonstigen Geräte ziehen sehr viel Strom. Die Verlegung von zusätzlichen Leitungen aus der nächsten Trafostation kann schnell sehr teuer werden. 
  • Günstige Stromversorgung: wird der Mieter der Räumlichkeiten (also Du) einen Stromvertrag selbst verhandeln dürfen bzw. müssen, oder besteht für das ganze Gebäude bereits ein Stromvertrag. Der Strom ist mit Abstand der größte Kostenfaktor in einer Indoor- Anlage. Deswegen sind Stromvertrag und Strompreis extrem wichtig.
  • Keine Nutzhanffelder im Umkreis von 15 - 20km: die Pollen-Produktion könnte dazu führen, dass die Pflanzen der Indoor-Anlage während der Blütephase durch Pollenflug kontaminiert werden und Samen produzieren. Blüten mit Samen können nicht oder nur sehr schwer zu Rauch-Zwecken genutzt werden. Sollten Nutzhanffelder in der Nähe sein, muss noch mehr Fokus auf die Luftfilterung gelegt werden. 

  • Eine gute Wasserversorgung: die Wasserqualität ist für den Anbau sehr wichtig; vom Vorteil sind möglichst keine Chemikalienspuren und wenig Mineralien. Ansonsten muss man größere Filteranlagen planen, bis hin zu Umkehr-Osmose-Anlagen. Stabile Wasserwerte sind wichtig, um eine kontinuierliche Qualität der Nährstofflösung zu gewährleisten. Dabei spielen vor allem die pH-, EC- und Temperaturwerte eine große Rolle. 

  • Das Thema Abwasser muss auch geregelt sein: welche Rückstandswerte darf das Abwasser haben, wie hoch sind die Kosten für das Abwasser. In vielen Gebieten sind die Abwasser-kosten höher als die eigentlichen Wasserkosten. 
  • Das Gebäude selbst definiert den Aufwand für die Einrichtung der Grow-Rooms. Ist die Isolierung ausreichend, um die bestehenden Räume zu verwenden? Handelt es sich nur um eine leere Halle, in die man neue Räume einbauen muss?  
  • Wenn das Gebäude nicht die passende Zulassung für den Cannabis-Anbau hat, kann es sein, dass das Gebäude im Zulassungsprozess auf den neuesten Stand der Sicherheitstechnik gebracht werden muss. Dies wird schnell kostenintensiv. 
  • Werden die Sicherheitsvorschriften eingehalten? Themen wie Deckenhöhe, Breite der Gänge und Fluchtwege und Art sowie Anzahl der (Not)-Ausgänge sind wichtig. Bei Bedarf sollte ein Experte zu Rate gezogen werden.
  • Im Grow-Room werden viele schwere Geräte an der Decke montiert. Eine LED-Grow-Lampe wiegt je nach Modell zwischen 5 und 20 kg. Eine Klimaanlage wiegt schnell über 200 kg, ein Luftentfeuchter ebenso. Deswegen ist es wichtig, die Tragfähigkeit der Decken zu prüfen. 
  • Vorhandene Baumaterialien und allgemeine Sauberkeit der Räumlichkeiten: Poröse und organische Materialien sind prinzipiell schlecht für eine Indoor-Anlage, da sie Insekten, Keime und Pilze enthalten können und sehr schwer zu reinigen und desinfizieren sind. Zusätzlich müssen die Baumaterialien im Grow-Room eine hohe Luftfeuchtigkeit vertragen können. 
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